Im Kreis Stormarn tut sich was ...

17.03.2019
Gastkommentar

Gastkommentar Stormarner Tageblatt | 18. März 2019

 Im Kreis Stormarn tut sich was....
von Wolfgang Gerstand

Was machen wir bei einem Unfall, Feuer oder medizinischem Notfall? Wir rufen 112- die Leitstelle, die den Einsatz der Feuerwehren, Krankenwagen und Helfer schnellstmöglich organisiert.
Diese gemeinsame Rettungsleitstelle der 3 Kreise Stormarn, Lauenburg und Ostholstein sitzt in Bad Oldesloe – und platzt aus allen Nähten. Wir im Kreis wissen das und planen deshalb eine neue, gemeinsame Leitstelle für die nächsten 20 Jahre mit Erweiterungsmöglichkeit. Das Augenmerk der CDU-Fraktion liegt dabei auf Funktionalität, sachgerechter Ausstattung und einem guten Umfeld für die Mitarbeiter.

In dieser Leitstelle gehen täglich fast 1.000 (!!) Anrufe ein. Sie sorgt für ca. 625.000 Bürgerinnen und Bürgern in den 3 Kreisen. 85 Rettungsfahrzeuge, 340 freiwillige Feuerwehren, DLRG, THW sowie diverse andere Einheiten werden in täglich ca. 425 Einsätzen koordiniert. Beeindruckend!!

Deshalb sind wir in den Verhandlungen über eine Zusammenlegung mit der Landespolizei und der Berufsfeuerwehr Lübeck sehr kritisch, denn wir sind in erster Linie unseren Bürgerinnen und Bürgern gegenüber verantwortlich. Standort, Kostenbeteiligung an Bau und Unterhaltung, sowie das IT-System sind die entscheidenden Fragen für eine Zusammenlegung und auch die Augenhöhe unseres bewährten Stabes mit den anderen Organisationen, die aufgefordert sind, bis Ende April eine endgültige, schriftliche Stellungnahme abzugeben. In einer Sondersitzung des Wirtschafts- und Planungsausschusses am 15. Mai werden wir dann endgültig entscheiden, ob und mit welchem Partner wir eine Partnerschaft eingehen.
 
Die Sicherheit und die erfolgreiche Arbeit sind für uns als CDU wichtig. Deshalb auch die Zustimmung und Förderung des 2. neuen Objektes, dem Katastrophenzentrum in Hammoor an der A1. Hier werden die Rettungsorganisationen zentral untergebracht. Kurze Wege, gute Koordination und auch ein gutes Umfeld für unsere freiwilligen, ehrenamtlichen Retter sind Grundlage der Entscheidung für den Neubau gewesen. Das ist auch Konsens mit den anderen Parteien.
Beide Objekte stellen ein Investitionsvolumen von ca. 26 Mio. Euro dar. Es tut sich also was in Stormarn. Im Sommer geht es los.